Rausfinden, was einem Spaß macht? Louisa hat das mal getestet.

Abitur – und was kommt jetzt? Wie vielleicht auch du, stand Louisa Brandau aus Remscheid nach dem Abitur vor der Frage, wohin die Reise geht. Die 20-jährige Maschinenbaustudentin der Hochschule Ruhr West ist heute im sechsten Semester ihres dualen Studiums und findet, sie hat das Richtige gefunden. Aber fangen wir weiter vorne an.

Viele meinen es gut, aber nur wenige können wirklich helfen

Louisa fand Mathematik schon immer spannend und hatte auch schon zu Schulzeiten ein leichtes Interesse an technischen Dingen, weshalb sie Mathematik und Physik als Leistungskurs belegte. So oder so ähnlich beginnt sicher auch ein Großteil der Biografien heutiger Maschinenbauabsolvent*innen. In Louisas Fall war das allerdings wenig hilfreich, denn auch Sprachen, Sport und Kunst gefielen ihr.

„Meine Lehrer konnten mir selbst nicht sagen, ob ich eher in die sprachliche oder die technischen Richtung gehen sollte. Den Physik LK habe ich dann auf Rat meines Vaters gewählt. Der erzählte mir später auch von Maschinenbau, aber ich fand Architektur damals spannender. Ich habe dann meinen Nachbarn (Architekt) gefragt, der mir allerdings sagte, er würde sich heute selbst nicht mehr für diesen Beruf entscheiden.“

Und so folgten Sommercamps und auch ein Schülerpraktikum im Marketingbereich eines Unternehmens. Jetzt weiß sie, wo sie nicht arbeiten will: im Marketingbereich eines Unternehmens. Wenigstens das konnte das Praktikum schon mal klarstellen. Einen kleinen Schritt weiter wagte sich Louisa nun an Karrieretests im Internet.

„Da kam unter anderem die Frage, für was ich mich als Gast auf einer Kreuzfahrt interessieren würde: das Essen oder den Schiffsmotor. Wer interessiert sich im Urlaub denn bitte nicht für gutes Essen?“

Die Macher des Tests könnte man vermuten. Das Resultat: Der Karrieretest riet Louisa schließlich von einer Karriere in technischen Bereichen ab. Zum Glück hatte Louisa aber den Vorteil, dass sie um die positiven Erfahrungen ihres Vaters und ihrer Schwester wusste. Das motivierte sie, am Thema Technik dran zu bleiben. Es folgte ein Gespräch über ein duales Maschinenbau-Studium bei Siemens. Den Tipp bekam sie von ihrer Schwester.

„Das Gespräch hat mir echt die Augen geöffnet. Da hab ich nämlich zum ersten Mal wirklich erfahren, was Maschinenbau eigentlich heißt und was man da alles macht. Das hat mir richtig gut gefallen. Ich weiß noch, wie ich während des Gesprächs schon dachte, dass jetzt ich auf jeden Fall Maschinenbau studieren will, auch wenn ich den Platz bei Siemens nicht bekommen würde.“

Mit anderen über ihre Erfahrungen sprechen

Nach Umwegen über Schülerpraktika und Sommercamps, Tests im Internet und Gesprächen mit Lehrern, musste Louisa sich nicht selten neu orientieren. Wirklich geholfen hat ihr aber immer das Gespräch mit Leuten, die sich wirklich in dem jeweiligen Bereich auskennen.

„Besonders gut fand ich, als ich erfahren habe, dass im Maschinenbau oft in kleineren Teams an Aufgaben zusammengearbeitet wird. Ein bisschen so wie in der Schule. Das finde ich viel besser als den Gedanken, alleine am Schreibtisch oder unter vielen Fremden in einem großen Vorlesungssaal zu sitzen.“

Kleine Teams, viel Praxis — das sind übrigens auch feste Bestandteile des Frauenstudiengangs. Louisa schrieb sich vor drei Jahren an der HRW ein, da gab es den Frauenstudiengang noch nicht. Wenn sie gekonnt hätte, sagt sie, hätte sie ihn gerne gewählt.

Schön, dass du dich bewerben möchtest

Der Studiengang ist zulassungsfrei, das heißt es ist kein bestimmter Notendurchschnitt (NC) und auch keine Prüfung zur Einschreibung vorausgesetzt. Du kannst dich also direkt über das HRW Online-Portal einschreiben.

Um dich erfolgreich einzuschreiben, musst du dich im Online-Portal registrieren und dort alle nötigen Angaben machen, sowie die erforderlichen Nachweise (zum Beispiel dein Abiturzeugnis) einreichen. Wichtig: erst nach Einreichung und Prüfung deiner Nachweise ist deine Bewerbung vollständig und du wirst für den Studiengang eingeschrieben. Wir informieren dich darüber per E-Mail oder per Post.